Wie bewegen sich Menschen und Tiere, Steine und Sterne, Bilder und leerer Raum? Was ist Bewegung? Warum existiert sie?
Wie entsteht ein Regenbogen? Wie kann man Dinge schweben lassen? Sind Zeitmaschinen möglich? Was ist die größte Kraft in der Natur? Was sind die offenen Fragen der Physik?
Das Motion-Mountain-Projekt veröffentlicht ein kostenloses Physikbuch, in dem erzählt wird, wie jahrtausendelanger Suche möglich wurde, diese und viele andere Fragen zur Bewegung zu beantworten. Das Buch garantiert Spannung und Staunen auf jeder Seite. Wenn Sie zwischen 16 und 106 Jahre alt sind, werden Sie es mögen; diese Videos zeigen, warum. Bisher ist das Buch über 500.000-mal heruntergeladen worden.
Ausgehend von vielen Beobachtungen aus dem täglichen Leben und aus dem Tierreich stellt das Buch die faszinierendsten Teile der Mechanik, der Thermodynamik, der Relativitätstheorie, der Elektrodynamik, der Quantentheorie und der modernen Vereinheitlichungsversuche vor. Das Wesentliche an diesen Gebieten wird einfach und mit so wenig Mathematik wie möglich erklärt.
Das Buch führt bis zu den Grenzen von Raum und Zeit und zeigt die erstaunlichen Erkenntnisse vor, die man dort gewinnt. Es ist für Schüler, Studenten, Lehrer und jeden Leser gedacht, der sich für die genaue Beschreibung der Natur interessiert.
Zu jedem Gebiet der Physik finden Sie die neuesten Forschungsresultate, die besten Rätsel und die interessantesten Überraschungen. Mehr als 800 gelöste Aufgaben, 700 farbige Bilder und Filme sowie 100 Tabellen sind im Text enthalten.
Dieses kostenlose Physikbuch wird von dem gemeinnützigen Motion Mountain Physikverein veröffentlicht. Steuerlich absetzbare Spenden sind möglich – und herzlich willkommen.
Das Buch gibt es auch in vielen Übersetzungen.
Bisher gibt es keine deutschsprachige Fassung. Neben Beruf und Familie ist
die Zeit der letzten 25 Jahre in die englischsprachige Fassung und in das
Fadenmodell geflossen. Und ein freiwilliger
Übersetzer hat sich noch nicht gefunden.
Die größte Kraft in der Natur
Das Prinzip der größten Kraft c4/4G und das äquivalente Prinzip der größten Leistung c5/4G werden auf einer eigenen Seite vorgestellt. Aus diesen Grenzen, die schwarze Löcher kennzeichnen, kann die gesamte allgemeine Relativitätstheorie vollständig abgeleitet werden. Veröffentlichungen dazu sind auf der Seite zu finden. Inzwischen greifen immer mehr Forschungsgruppen das Thema auf. Das Prinzip der größten Kraft c4/4G wurde unabhängig auch von Gary Gibbons vorgeschlagen.
Die größte Kraft in der allgemeinen Relativitätstheorie entspricht der größten Geschwindigkeit c in der speziellen Relativitätstheorie. Diese Grenzgrößen werden im Band zur Relativitätstheorie vorgestellt und behandelt.
Zusammen mit der kleinsten messbaren Wirkung,
dem Planckschen Wirkungsquantum, bedeuten diese Grenzen, dass es in der
Natur eine kleinste Länge gibt. Eine
eigene Seite stellt die vielen spannenden Themen zur kleinsten Länge
vor.
Die kleinste Entropie eines physikalischen Systems
Uwe Hohm und ich haben zusammen eine Veröffentlichung zur kleinsten
Entropie k ln 2 in der Natur verfasst. Wir zeigen darin, dass man von
einem Prinzip der kleinsten Entropie sprechen kann, weil
man daraus die gesamte Thermodynamik ableiten kann.
Entropieunterschiede und Entropiewerte pro Teilchen können zwar beliebig
klein werden. Der Gesamtwert der Entropie eines physikalischen Systems ist
aber in keinem Fall kleiner als k ln 2. Dieser kleinstmögliche
Entropiewert erklärt auch die Eigenschaften schwarzer Löcher.
Warum Physik faszinierend ist
Nach gegenwärtigem Wissen beschreiben neun Zeilen
die gesamte Natur – und zwar exakt. Die Folien
zum Vortrag „Physik in neun Zeilen“ gibt es hier.
Die neun Zeilen fassen die gesamte Grundlagenphysik
zusammen:
| 1. Die Natur mag keine Verschwendung: | dW = 0 | Die Wirkung W=∫L dt wird bei jeder lokalen Bewegung minimiert. Lokal gilt L = Ekin-Epot. | |
| 2. Die Natur mag keine Eile: | v ≤ c | Energiegeschwindigkeiten v sind durch die Lichtgeschwindigkeit c begrenzt. | speziellen Relativitätstheorie. |
| 3. Die Natur mag keine übermäßige Kraft: | F ≤ c4/4G | Die Kraft F wird durch c und die Gravitationskonstante G begrenzt. | allgemeinen Relativitätstheorie und Kosmologie. |
| 4. Die Natur mag keine Faulheit: | W ≥ ħ | Die Wirkung W ist nie kleiner als das Plancksche Wirkungsquantum ħ. | |
| 5. Die Natur mag keine perfekte Ordnung: | S ≥ k ln 2 | Die Entropie S ist nie kleiner als ln 2 mal die Boltzmannkonstante k. | |
| 6. Elektrische Ladungen bleiben erhalten und ziehen sich an oder stoßen sich ab: | U(1) | ist die Symmetrie des Elektromagnetismus. | |
| 7. Atomkerne zeigen zwei weitere Arten von Ladungen und Kräften: | SU(3) und gebrochene SU(2) | sind die Symmetrien der beiden Kernwechselwirkungen. | |
| 8. Was sich bewegt, besteht aus Teilchen: | 18 Elementar- teilchen | mit ihren Ladungen und Eigenschaften bilden alles, was sich bewegt. | |
| 9. Die Natur bestimmt die fundamentalen Konstanten: | 27 Zahlen | – Dimensionen, kosmologische Konstante, Kopplungskonstanten, Teilchenmassenverhältnisse und Mischungswinkel – bestimmen alle Beobachtungen, alle Farben und alles Schöne in der Natur. |
Diese neun Zeilen fassen die gesamte Physik zusammen.
Weitere physikalische Details und eine Veröffentlichung zu den neun Zeilen sind hier zu lesen. Die Klärung des Ursprungs der
Zeile 1, und vor allem der Zeilen 6 bis 9, sind die großen offenen
Fragen der modernen Physik. Viel Freude beim Stöbern und Nachdenken!
Das Fadenmodell und die Vereinheitlichung der Physik
Aus dem Physikbuch und den genannten neun Zeilen ist
ein Ansatz zur vollständigen Beschreibung der Natur entstanden.
Dieser Ansatz beruht
auf einem einzigen Naturgesetz, dem sogenannten Grundprinzip des
Fadenmodells. Er wird auf einer Seite
auf einfache Weise und auf
einer zweiten Seite im Detail vorgestellt,
zusammen mit einem Dutzend Veröffentlichungen. Vortragsfolien sind
hier zu finden.
Das Grundprinzip des Fadenmodells erklärt die Zahl und den Ursprung der vier Grundkräfte der Natur, die Zahl und den Ursprung der Elementarteilchen sowie alle deren Eigenschaften. Dazu gehören die berühmte Sommerfeldsche Feinstrukturkonstante 1/137.035 999 1(1), die die Stärke der elektromagnetischen Wechselwirkung beschreibt, aber auch die Stärken der anderen Wechselwirkungen, die Massen der Elementarteilchen, und alle ihre anderen Eigenschaften (Symmetrien, Ladung, Mischungswinkel, Parität). Das Fadenmodell erklärt somit die Zeilen 6 bis 9, inklusive der drei Dimensionen des Raumes.
Das Fadenmodell ist die erste veröffentlichte Erklärung für jede dieser Eigenschaften. Es ist gleichzeitig die erste Erklärung der Grundlagenphysik, die aus einem einzigen Naturgesetz folgt. Und es liefert für den Ursprung von Zeile 1, dem Prinzip der kleinsten Wirkung, die erste Erklärung, die in der Literatur überhaupt zu finden ist.
Das Fadenmodell macht drei experimentelle Vorhersagen:
(1) Es werden keine neuen Naturgesetze, keine neuen Kräfte oder
Wechselwirkungen, keine neuen Teilchen und keinerlei Abweichungen
von den bereits bekannten Naturgesetzen beobachtet werden.
Insbesondere sind die einzigen nichttrivialen messbaren Effekte
der Quantengravitation die Kopplungskonstanten, die Teilchenmassen und
die Mischungswinkel.
(2) Jede dieser bisher unerklärten Fundamentalkonstanten hat nur einen einzigen
möglichen Wert, der berechnet werden kann.
(3) Kein anderer unabhängiger Ansatz zur Vereinheitlichung der Physik ist
möglich. (Fäden lassen sich auch als eine Form von Causal Sets
auffassen, ebenso als Strings nach der
Kompaktifizierung auf drei Dimensionen, und weiter als eine Variante der
Schleifengravitation.)
Detaillierte experimentelle
Vorhersagen und zusätzliche Tests des Fadenmodells sind hier aufgeführt.
Wenn die experimentellen Ergebnisse das Fadenmodell weiterhin bestätigen, dann sind das Prinzip der größten Kraft, das Prinzip der kleinsten Entropie und das Grundprinzip des Fadenmodells die letzten Naturgesetze, die noch unentdeckt waren. Falsifizieren die experimentellen Ergebnisse das Fadenmodell auch künftig nicht, wie schon seit 2014, ist die Grundlagenphysik abgeschlossen. Die Zukunft wird klären, ob diese kühne Aussage zutrifft. Selbst wenn sie zutrifft, bleiben die Physikforschung und die Physik als Ganzes aber spannend! Es gibt in der Medizintechnik, in der Biophysik, in der Halbleiterphysik, in der Lasertechnik, in der Photovoltaik, in der theoretischen Physik, in der Geophysik, in der Astrophysik und in vielen anderen Bereichen noch viel zu entdecken und zu erfinden.
In technischer Sprache: Das Grundprinzip des
Fadenmodells erlaubt es, die Lagrangedichte des Standardmodells der
Elementarteilchen mit massiven Neutrinos und die Lagrangedichte der
allgemeinen Relativitätstheorie abzuleiten. Insgesamt beschreibt das
Grundprinzip die gesamte Natur mit einem einzigen Naturgesetz:
Kreuzungswechsel von unbeobachtbaren Fäden mit Planckradius sind
beobachtbar und ergeben das Plancksche Wirkungsquantum ħ.
Insbesondere erklärt dieses Gesetz zum ersten Mal überhaupt die
Eichwechselwirkungen mit deren Lie-Gruppen und der SU(2) Symmetriebrechung,
die Elementarteilchen mit allen ihren Quantenzahlen und vor allem alle
Fundamentalkonstanten.
Alle experimentellen Vorhersagen und alle
Tests stimmen mit allen Beobachtungen überein – trotz
weltweiter intensiver Suche nach Gegenbeispielen.
Verbessert mit Hilfe von www.derletzteschliff.de.